Die Lebenshilfe trauert um Joachim Busch

Medienmitteilung der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. vom 1. Oktober 2026

Lübeck/Berlin. Joachim Busch war ein Kämpfer für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Der Lübecker setzte sich mit ganzer Kraft für Inklusion ein. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Werkstattrat, in der Gruppe „Jetzt reden wir“ der Lebenshilfe in Schleswig-Holstein, im Vorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe und im Inklusionsbeirat der Bundesregierung war ihm besonders die internationale Arbeit wichtig. Er war ein regelmäßiger Vertreter der Zivilgesellschaft in Genf bei den Prüfungen Deutschlands vor dem UN-Ausschuss der Vereinten Nationen zur Sicherung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Er hielt Vorträge bei den Kongressen von Inclusion International und Inclusion Europe und wurde zuletzt noch im Mai dieses Jahres in den Vorstand des Europäischen Behinderten Forums (EDF) gewählt.

Busch war in seinen Botschaften immer klar, sein Ziel hatte er stets vor Augen: Inklusion soll selbstverständlich sein. „Ich habe die Zusammenarbeit mit ihm sehr geschätzt. Es war beeindruckend, wie selbstbewusst er auch auf internationaler Ebene auftrat und sich für eine inklusive Gesellschaft einsetzte. Auch war er ein hervorragendes Beispiel für politische Partizipation und Wirksamkeit von Selbstvertretung“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a.D. 

Joachim Busch legte sehr viel Wert auf sein ehrenamtliches Engagement bei der DLRG und im Schrebergartenverein und empfand Behinderung immer als eine Zuschreibung der Gesellschaft, der man entgegentreten kann.

Wie jetzt bekannt wurde, ist Joachim Busch am 20. September nach kurzer schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Lübeck gestorben. Er wurde 67 Jahre alt. Die Lebenshilfe-Familie wird ihn sehr vermissen.